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29.04.06
Hi,
sicherlich werden am Monatg viele Bekannte, aber auch einfach nur Radsport-Fans an der Strecke stehen. Wenn das Wetter mitspielt hat der "Henniger Turm" ja immer bewiesen, dass er mit den Zuschauermassen glänzen kann.
Ich hoffe, dass wird in diesem Jahr wieder so sein und dann macht das Radfahren doppelt Spaß. Es ist in dem Fall ein Bonus, dass mehr Bekannte an der Strecke stehen. Es kommt ja maximal einmal im Jahr vor. Das motiviert mich nur noch mehr und kann mich deshalb nach vorne schieben.
Ich versuche natürlich das Rennen zu gewinnen. Ganz klar. Ich weiß aber auch, dass es nicht einfach wird. Wir müssen versuchen eine starke  Mannschaft am Start zu haben. Ich werde sicherlich im Taunus versuchen, wenn es in die Berge geht, anzugreifen. Ob es dann bis Frankfurt reicht, es ist dann noch ein relativ langes Flachstück, das wird sich zeigen. Ich werde mit Sicherheit nicht auf einen Sprint warten.
Die Strecke kenne ich eigentlich sehr gut, weil meine Freundin ursprünglich aus Frankfurt kommt und da war ich früher öfters zum Trainieren. Daher kenn ich eigentlich jeden Meter.
Der Knackpunkt liegt auf der Runde im Taunus, die dreimal gefahren wird. Da ist ein besonders brutaler Berg. Der ist unten sehr steil und zieht sich oben raus. Ich denke, wenn man dort das zweite, dritte Mal drüber fährt, da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Das letzte, etwas längere Flachstück nach Frankfurt ist für einen Ausreißer oder eine Ausreißergruppe schwierig. Wenn die Leute auf der Schlussrunde auf die Fahrer warten ist natürlich ein gutes Gefühl und dort zu gewinnen wäre für mich doppeltschön.
Dadurch, dass das Rennen vom Start bis zum Ziel live im deutschen Fernsehen übertragen wird, versuchen sich die kleineren Mannschaften, die nicht in der ProTour sind, zu zeigen, dass sie im Bild sind. Daher wird das Rennen mit Sicherheit gleich von Anfang an schnell sein. Es ist sofort nach Kilometer null mit Attacken zu rechnen. Da gilt es, dass wir mit der Mannschaft immer vertreten sind. Wir dürfen uns nicht in die Defensive drängen lassen.
Mitfavorit auf den Titel ist auf jeden Fall Erik Zabel. Wenn Alessandro Petacchi wirklich am Start stehen sollte, ist er natürlich auch ein haushoher Favorit. Wir dürfen aber nicht auf die anderen schauen. Wir müssen selber die Initiative ergreifen. Mehr als kämpfen und alles geben können wir nicht und ich hoffe, dass es zum Schluss reicht.

Bis bald!