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23.04.06 - Patrik auf Platz vier - erst auf den letzten Metern abgefangen
Patrik Sinkewitz fährt von einem Topergebnis zum nächsten: Nach dem vierten Rang bei der Baskenland-Rundfahrt sowie fünften Rängen beim Amstel Gold Race und  beim Wallonischen Pfeil wurde er heute beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne Lüttich erneut Vierter.

Dabei zog der T-Mobile-Profi 200 Meter vor dem Ziel den Sprint an, musste sich dann aber noch von drei Fahrern überholen lassen. "Ich bin mit dem vierten Platz schon zufrieden, aber es ist natürlich ein bisschen bitter, wenn man auf den letzten zehn Metern noch den Podiumsplatz verliert", sagte der 25-Jährige, der sich erstmals unter die besten zehn Fahrer der Weltrangliste (Pro-Tour-Wertung) schieben wird, nach dem Rennen.

Nach dem Wallonischen Pfeil am Mittwoch hat der Spanier Alejandro Valverde auch die 92. Auflage des Klassikers in Belgien gewonnen. Der Profi vom spanischen Rennstall Illes Balears setzte sich nach 262 km im Sprint einer kleinen Spitzengruppe gegen Olympiasieger Paolo Bettini (Quick Step) durch. Platz drei belegte der Italiener Damiano Cunego (Lampre).

"Vielleicht bin ich ein bisschen zu früh im Wind gefahren, aber ich habe mich stark gefühlt und wollte auch nicht taktieren", erklärte der Vierte Patrik Sinkewitz. 



"Wir haben wieder eine sehr starke Mannschaftsleistung gezeigt. Unsere Taktik ist aufgegangen. Zunächst hatten wir in Steffen (Wesemann) und Michael (Rogers) zwei starke Fahrer in der ersten Ausreißergruppe. Im Finale waren wir mit Patrik und Matthias (Kessler) ebenfalls mit zwei Fahrern vorne vertreten", freute sich auch Mario Kummer, der sportliche Direktor von T-Mobile, über den Verlauf der "Doyenne" zufrieden. 

Bei bewölktem Himmel starteten um 10:15 Uhr 195 Radprofis auf dem "Place Saint-Lambert" in Lüttich zum traditionell letzten Frühjahrsklassiker der Saison.  Im Finale ging es Schlag auf Schlag: Team CSC ließ nicht locker und "fing" T-Mobile-Profi Steffen Wesemann wieder ein. Danach attackierte der Belgier Philippe Gilbert (Fdjeux) zunächst erfolgreich. An der "Redoute" bei Kilometer 225, auf 2000 Metern bei einer Steigung von 7,4 Prozent fiel die Verfolgergruppe komplett auseinander. Paolo Bettini zog mit ungeheurer Kraft den Ardennenanstieg hinauf, in seinem Schlepptau hielten sich die Magenta-Profi Matthias Kessler und Patrik Sinkewitz. Ein nächster Angriff erfolgte durch Michael Boogerd (Rabobank) und Joaquin Rodriguez (Illes Balears). Dank "Tempobolzer" Boogerd hielt das Spitzenduett die Verfolger um Kessler bis acht Kilometer vor dem Ziel auf Distanz (+28 Sekunden). Doch im vorletzten Anstieg schmolzen die Sekunden nur so dahin. Patrik  stürmte nach vorn und schloss zur Spitze auf. Rund ein Dutzend Fahrer belauerten sich auf der Anfahrt zum 1200 Meter langen Schlussanstieg. Patrik  griff zuerst an, doch Ivan Basso & Co. schlossen wieder auf. Unglaublich stark präsentierte sich der 25-Jährige und versuchte es gleich später nochmals. Auf der Zielgeraden zog Patrik schließlich den Sprint an - wurde aber "nur" Vierter.

Das Ergebnis:
1. Alejandro Valverde (Spa) Caisse d'Epargne-Illes Balears    6.21.32
2. Paolo Bettini (Ita) Quickstep-Innergetic                                  
3. Damiano Cunego (Ita) Lampre-Fondital                                      
4. Patrik Sinkewitz (Ger) T-Mobile Team                                      
5. Michael Boogerd (Ned) Rabobank                                            
6. Miguel Angel Martin Perdiguero (Spa) Phonak Hearing Systems               
7. Frank Schleck (Lux) Team CSC                                              
8. Chris Horner (USA) Davitamon-Lotto                                        
9. Danilo Di Luca (Ita) Liquigas        
10. Ivan Basso (Ita) Team CSC