Patrik Sinkewitz präsentiert sich weiter in toller Verfassung. Der 25-Jährige aus dem T-Mobile-Profi belegte beim heutigen Fleche Wallone in Belgien den fünften Platz und erreichte damit innerhalb von wenigen Tagen nach der Baskenland-Rundfahrt und dem Amstel Gold Race das dritte absolute Topergebnis.
In der Pro-Tour-Wertung, der Weltrangliste der Radprofis, marschiert Patrik mit großen Schritten in Richtung Spitze, er schiebt sich unter die besten zwölf Fahrer. " Wir sind heute ein starkes Rennen gefahren und haben mit unseren ständigen Attacken versucht, uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen", sagte Patrik Sinkewitz. "Zum Sieg hat es leider nicht gereicht, wir können aber mit unserer Leistung zufrieden sein."  Patrik Sinkewitz
Der Spanier Alejandro Valverde hat unterdessen die 70. Auflage des belgischen Halb-Klassikers gewonnen. Der Profi vom Team Caisse d'Epargne/Balears sicherte sich den Sieg nach 205 Kilometern von Caleroi nach Huy auf den letzten Metern. Zweiter wurde sein Landsmann Samuel Sanchez (Euskaltel) vor dem Niederländer Karsten Kroon.
Das T-Mobile Team platzierte drei Fahrer in den Top Ten: Hinter Patrik wurde der Russe Sergey Ivanov Neunter vor Matthias Kessler. "Unser Ziel war es, so wie beim Amstel Gold Race von Beginn an offensiv und aggressiv zu fahren und unsere Top-Fahrer im Finale günstig zu platzieren. Das ist uns gelungen", sagte Valerio Piva , der Sportliche Leiter des T-Mobile-Team. Dass es im Finale an der Mauer von Huy für das Team schwer werden würde, damit hatte Piva gerechnet. 193 Fahrer, darunter auch 13 Deutsche, machten sich um 11.15 Uhr in Charleroi auf den Weg ins östlich gelegene Huy. Acht Anstiege mussten dabei bewältigt werden, die berüchtigte "Mauer von Huy" gleich dreimal. Nur 170 m lang, dafür aber mit einer Steigung von bis zu 25 Prozent stellte sie sich den Fahrern in den Weg. Im Finale wurde es hektisch: Zunächst suchte Kessler noch einmal seine Chance und konnte sich mit Igor Astarloa, Paolo Bettini und Valverde an die Spitze setzen. Doch die Flucht hatte schnell ein Ende. Sofort setzte Patrik Sinkewitz nach. An seinem Hinterrad der Tour-Zweite Ivan Basso (CSC). In einer etwa 20 Fahrer umfassenden Spitzengruppe ging es schließlich die Mauer von Huy ein letztes Mal hinauf, darunter mit Kessler, Ivanov und Sinkewitz drei T-Mobile-Profis sowie viele Favoriten wie Bettini, Schleck, di Luca, Valverde und Astarloa. Igor Astarloa stieg als Erster aus dem Sattel, konnte das Tempo an der steilsten Stelle der Mauer von Huy jedoch nicht halten. Der 25 Jahre alte Valverde zog als Erster an ihm vorbei und rettete seinen hauchdünnen Vorsprung vor seinen Verfolgern ins Ziel. Morgen früh ist Patrik zu Gast im ARD-Morgemnagazin, zu sehen ist er um 7.50 Uhr oder um 8.20 Uhr.
Das Ergebnis: 1. Alejandro Valverde (Spa) Caisse d'Epargne-Illes Balears 4.42.45 (42.865 km/h) 2. Samuel Sanchez (Spa) Euskaltel-Euskadi 3. Karsten Kroon (Ned) Team CSC 4. Frank Schleck (Lux) Team CSC 5. Patrik Sinkewitz (Ger) T-Mobile Team 0.03 6. Danilo Di Luca (Ita) Liquigas 0.05 7. David Etxebarria (Spa) Liberty Seguros-Würth Team 0.07 8. Koldo Gil Perez (Spa) Saunier Duval-Prodir 0.10 9. Serguei Ivanov (Rus) T-Mobile Team 0.12 10. Matthias Kessler (Ger) T-Mobile Team 0.14 11. Fabian Wegmann (Ger) Gerolsteiner 0.16 12. Paolo Bettini (Ita) Quick Step-Innergetic 13. Benoit Salmon (Fra) Agritubel 0.23 14. Eddy Mazzoleni (Ita) T-Mobile Team 0.24 15. Juan Jose Cobo Acebo (Spa) Saunier Duval-Prodir 0.26 16. Igor Astarloa (Spa) Barloworld 17. Maxim Iglinskiy (Kaz) Team Milram 0.29 18. Iban Mayo (Spa) Euskaltel-Euskadi 19. Christopher Horner (USA) Davitamon-Lotto 20. Jurgen Van Den Broeck (Bel) Discovery Channel Pro Cycling Team 0.31
Das T-Mobile Team im Überblick: Scott Davis (26/Australien), Sergey Ivanov (31/Russland), Matthias Kessler (26), Kim Kirchen (27), Eddy Mazzoleni (32/Italien), Patrik Sinkewitz (25), Steffen Wesemann (35/Schweiz), Thomas Ziegler (25).
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