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Patrik Sinkewitz startet morgen bei seinem ersten großen Klassiker im Magenta-Trikot. Selbstbewusst und motiviert geht der 25-Jährige in das 250 km lange, anspruchsvolle Amstel Gold Race am Ostersonntag.
"Wir wollen einen aus unserem Team aufs Podium bringen. Das muss unser Ziel sein. Wir haben eine starke Mannschaft und mit Matthias Kessler, Steffen Wesemann und mir das Zeug dazu, im Finale mitzumischen“, sagt Sinkewitz, der im Vorjahr bei dem Rennen in den Niederlanden debütierte - und gleich mit Platz sechs seine Tauglichkeit für den schweren Ardennen-Klassiker bewies. Auch bei der Baskenland-Rundfahrt in der vergangenen Woche drängte sich das Leichtgewicht (63 kg) aus Künzell für einen Start in Holland auf: Mit einer glänzenden Leistung in Nordspanien belegte Sinkewitz im abschließenden Zeitfahren der ProTour-Runde Platz fünf und schob sich damit vom zehnten auf den vierten Gesamtrang vor. "Aus der jüngsten Vergangenheit kann man sehen: Mit der Baskenland-Rundfahrt in den Beinen ist man gut vorbereitet. Wenn’s nach mir geht, sollte auch das Wetter rund um Maastricht so wie in Spanien sein. Ich hätte am liebsten Sonne, 25 Grad und keinen Wind“, erklärt Sinkewitz mit einem Augenzwinkern.

Ob die Sonne am Sonntag über dem Cauberg lacht oder nicht – der Ritt durch die Ardennen bleibt ein absoluter Kraftakt, der die Spreu vom Weizen trennt. Dabei glaubt der T-Mobile-Profi daran, auch taktisch auf das Ausscheidungs-Rennen vorbereitet zu sein – nicht nur wegen seiner Streckenkenntnis aus dem vergangenen Jahr. "Das Rennen ist verhältnismäßig einfach zu lesen. Für Rabobank ist es das einzige Heimspiel. Michael Boogerd ist da schon so oft Zweiter geworden. Wenn man an seinem Rad bleibt, liegt man meist richtig." Die Favoriten seien mit Boogerd, Davide Rebellin und Paolo Bettini fast immer dieselben Kandidaten, so Sinkewitz, der unter der Woche noch ausgiebige Trainingseinheiten absolviert und am Samstag anreist. "Am Freitag geht es nochmal für zwei, drei Stunden aufs Rad. Danach muss man sich schon noch etwas regenerieren. Die Beine müssen gut sein, sonst hilft es dir auch nichts, wenn du das Rennen schon hundert Mal gefahren bist.“ Die Ansicht, dass seine Mannschaft am Osterwochenende beim Amstel Gold Race und "Rund um Köln“ (Montag) unter ganz besonderem Erfolgsdruck steht, teilt der sympathische Athlet nicht: "Den großen Druck haben doch alle Teams. Es ist nun mal so im Radsport: 200 Mann starten, und es gewinnt nur Einer. Wir dürfen uns nicht verrückt machen und müssen weiter konsequent arbeiten.“
Mit einem angeschlagenen Davide Rebellin wird derweil das Team Gerolsteiner am Sonntag antreten. Der 34 Jahre alte Italiener hatte sich bei der Baskenland-Rundfahrt eine Rippe angebrochen, will aber trotz der Schmerzen im Brustkorb unbedingt starten. Der Italiener Rebellin zählt nach seinem Ardennen-Hattrick 2004 (Amstel Gold, Fleche Wallonne und Lü-Ba-Lü) zu den Favoriten. Sein Landsmann und Vorjahressieger Danilo di Luca (Liquigas) verzichtet auf seinen Start. (tmo)
Das T-Mobile Team im Überblick: Sergey Ivanov (31/Russland), Matthias Kessler (26), Kim Kirchen (27/Luxemburg), Andreas Klier (30), Eddy Mazzoleni (32/Italien), Bram Schmitz (28/Niederlande), Patrik Sinkewitz (25), Steffen Wesemann (35/Schweiz). Sportlicher Leiter: Valerio Piva (47/Italien) |