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07.06.07 - Patrik bereitet sich in den Pyrenäen auf die Tour vor
Die Wolken hängen tief bis in die Pyrenäentäler hinab. Auf den schmalen Passstraßen des französisch-spanischen Grenzgebirges herrscht kaum Verkehr.
Plötzlich hellt am Horizont ein Farbtupfer das dunkle Grau des Himmels auf. Als die bunte Gruppe näher kommt, ist neben einem Magenta-Quartett auch das dreifarbige Trikot des Luxemburger Meisters zu erkennen.

Seit Mittwoch bereitet sich Patrik und vier weitere T-Mobile-Profis aus dem erweiterten Tour-Kader in den Pyrenäen auf ihr großes Saisonziel vor. Neben Michael Rogers, Kim Kirchen und Patrik nehmen auch die "jungen Wilden" Linus Gerdemann sowie Marcus Burghardt bis Sonntag am gemeinsamen Bergtraining des Bonner Radrennstalls teil. Die Trainingsgruppe, die von Manager Bob Stapleton, Sportdirektor Rolf Aldag und dem Sportlichen Leiter Brian Holm betreut wird, hat ihre Zelte in der südfranzösischen Stadt Pau, "einem idealen Standort am Fuße der Pyrenäen" aufgeschlagen, wie Aldag sagt.
Dass der Himmel dabei seine Schleusen öffnete und einen Sommerregen auf das Quintett entlud, störte die Rennfahrer nicht. "Wir werden hier optimal betreut. Auf unseren Touren begleitet uns ein Teamfahrzeug mit zwei Pflegern und einem Mechaniker, die uns Jacken oder trockene Bekleidung anreichen, wenn wir einen Schauer abbekommen", erklärt Patrik.
Auch wenn die Stimmung in der Trainingsgruppe ausgezeichnet ist, warnt Stapleton vor allzu hohen Erwartungen bei der in vier Wochen beginnenden Tour de France (7.-29. Juli): "Die Mannschaft befindet sich im Umbau. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben wir viele junge Fahrer in unseren Reihen, deshalb können wir im Juli nicht mit spektakulären Ergebnissen rechnen."
Das soll aber nicht heißen, dass die Magenta-Truppe beim schwersten Rennen der Welt nicht auf Erfolge aus ist. "In Frankreich stehen bei uns eine aggressive Fahrweise und Etappensiege im Vordergrund. Das Gesamtklassement haben wir dabei nicht unbedingt im Visier", nennt Holm die Marschroute.
In den Tälern scheint die Sonne ist zurück: Kim Kirchen und Michael Rogers führen die Gruppe an.
Der Weg zum Saisonhöhepunkt führt für die Magenta-Truppe abschließend über die Tour de Suisse (16.-24. Juni). Beim "Feinschliff", wie Aldag sagt, "werden noch einmal unersetzliche Wettkampfkilometer im Hochgebirge" gesammelt. Unterdessen sind Patrik und Co. von ihrer ersten Pyrenäenrunde zurückgekehrt. Die Regencapes sind längst im Teamfahrzeug verschwunden. Im milden Klima von Pau hat sich die Sonne durchgesetzt.